Thomas Müller  -  Telefon: 015233818669

Jahrgang 1971

Vater von zwei Söhnen

in Partnerschaft lebend

 

Behandlungsschwerpunkte

Lymphdrainage mit und ohne Verordnung

Massagen mit ganzheitlicher Ausrichtung

Behandlungen mit osteopathischer Integration

Behandlungen unter Berücksichtigung psychoemotionaler Einflüsse.

 

 

Studium

  • Studium der Medizin bis zum 1. Staatsexamen

  • 5 jährige berufsbegleitende Fortbildung zum Gestalttherapeuten am Gestaltinstitut Köln
  • 2015-2017 Ausbildung zum staatlich examinierten Masseur und medizinischem Bademeister
  • 2018 Fortildung zum Lymphtherapeuten
  • aktuell Ausbildung in Osteopathie, Salutaris Akademie

Berufliche Tätigkeiten

  • 1994-2014 Arbeit mit Suchtkranken in einem soziotherapeutischem Wohnheim und Adaptionshaus

  • seit 2013 in freier Praxis tätig
  • 2017-2020 Masseur in der SiegReha Hennef

Schwerpunkt meiner osteopathischen Arbeit ist die parietale (oder auch strukturelle) Osteopathie, die sich mit der Untersuchung und Behandlung von Knochen, Gelenken, Muskeln, Sehnen, Bändern und Faszien beschäftigt.

Faszien bestehen aus netzartigem, reißfestem und vor allem elastischem Bindegewebe. Sie befinden sich quasi überall im Körper, umgeben jeden einzelnen Muskeln, fassen ganze Muskelgruppen zusammen und verbinden Körperabschnitte miteinander. Des Weiteren werden einzelne Organe von Faszien umgeben und über diese befestigt und an Ort und Stelle gehalten. Zwischen den Faszienschichten verlaufen Gefäße und Nerven und gelangen so zu ihrem Bestimmungsort. Faszien sind eher dünne Strukturen, doch sie enthalten viel Wasser, Bindegewebszellen, Nervenzellen und Rezeptoren zur Sinneswahrnehmung. Idealerweise erscheinen die einzelnen Fasern der Faszien als wellenförmig angeordnete Gitter. Diese Anordnung ermöglicht eine Stabilität mit gleichzeitiger Elastizität. Kommt es infolge verschiedener Faktoren zu einer Verdrehung, Verhärtung oder Verklebung der Faszien, hat das eine Veränderung der Statik zur Folge und damit eine Fehlbelastung der Strukturen. Dies kann zu - oft chronischen - Schmerzen, Verspannungen führen und führt in der Folge oftmals zu beschleunigtem Verschleiß einzelner Gelenke.

Mögliche Ursachen für die strukturellen Veränderungen der Faszienketten, können zum Beispiel Bewegungsmangel, Verletzungen, Stress, einseitige Belastung und Überlastung einzelner Körperbereiche sein. Sind die Faszien verklebt, verdreht oder verhärtet kann eine Faszientherapie die Beschwerden lindern und für eine bessere Versorgung des Gewebes sorgen.

Weitere Ursache für eine mangelhafte Versorgung des Gewebes können Stauungen von Flüssigkeit sein. Besonders häufig kommt es zu Schwellungen in den Beinen oder Armen nach Verletzungen, Operationen und Lymphknotenentfernung z.B. bei Tumor-erkrankungen. Hier kann eine manuelle Lymphdrainage hilfreich sein. Manuelle Lymphdrainage (MLD) wird seit über 50 Jahren von Therapeuten mit entsprechender Zusatzqualifikation durchgeführt. Ihr Ziel ist es, die Funktion des Lymphsystems zu unterstützen und geschwollenes Gewebe zu entstauen. Nach der Anregung zentraler Lymphregionen, die für eine Sogwirkung im Lymphsystem sorgen, wird mit Hilfe von speziellen Handgriffen die angestaute Flüssigkeit in Richtung der zuständigen Lymphknotenstation abtransportiert und am Ende dem Blutkreislaufsystem wieder zugeführt. Schwellungen im Gewebe nehmen ab, Schmerzen können gelindert werden, das Gewebe wird lockerer und die Beweglichkeit kann verbessert werden. Je nach Ausmaß der Stauung wird die Therapie durch Kompressionsbandagen oder Kompressionstrümpfe und spezielle Hautpflege ergänzt.

Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit ist die osteopathische craniosacrale Behandlung. Zum Craniosacralen System gehören der Schädel (lat. cranium), das Kreuzbein (lat. os sacrum) sowie der Rückenmarkskanal, in denen die Hirn-Rückenmarksflüssigkeit zirkuliert. Da das Craniosacrale System in enger Beziehung zum Zentralnervensystem steht, lässt sich mit der so genannten Craniosacral-Therapie auch direkt Einfluss auf die grundlegenden psycho-physiologischen Abläufe im Körper nehmen. Die Cranio-Sacraltherapie ist ein ganzheitlicher Ansatz auf struktureller, emotionaler und mentaler Ebene. Die sanften Korrekturen im Einklang mit den Selbstheilungskräften des Körpers können helfen, ein neues Gleichgewicht zu etablieren, welches häufig eine wahrnehmbar verbesserte Regulationsfähigkeit zur Folge hat. Häufige Indikationen mit denen Patienten wegen dieser Therapieform in die Praxis kommen sind: Stress, psychosomatische Krankheitsbilder, Posttraumatische Belastungsstörungen (wie zum Beispiel Folgen von Unfällen und Operationen), Störungen des Zentralnervensystems, Neuralgien, Spannungen und Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule, Migräne, Schwindel, Tinnitus, hormonelle Störungen, Schlaganfall. Vor allem der Biodynamische Ansatz in der Craniosacraltherapie eignet sich gut für Menschen, die ein Interesse an vertiefter Selbstwahrnehmung haben. Die intensive Erfahrung von Körperrhythmen und -energien setzt natürliche Selbstregulationskräfte frei, so dass bei der Cranio-Sacraltherapie auf manipulative Techniken häufig verzichtet werden kann. Interessanterweise sind die Veränderungen, welche der Körper selbst hervorbringt, umfassender und dauerhafter als solche, die von außen herbeigeführt werden. Auch aus diesem Grunde wird diese Therapieform gerne bei Schwangeren, Säuglingen und Kindern eingesetzt.

Als Gestalttherapeut achte ich besonders auf die psychischen Auswirkungen und auch Ursachen von Erkrankungen. Häufig greifen körperliche und seelische Themen in einander und es ist mir ein Anliegen, Ihnen auf den verschiedenen Ebenen meine Unterstützung anzubieten. Dabei sind ein respektvolles Miteinander, aufmerksames Zuhören und ein achtsamer Umgang wesentlich für mich.